N°6 Salzburgerstraße, Wörgl
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Juni 2019-August 2019

SOLANGE Frauenpower als Energiequelle unterbewertet ist, bin ich Feministin.

Frauen haben unzählige Fähigkeiten, sind im Durchschnitt sehr gut ausgebildet und verfügen über Ausdauer. Trotz dieser Frauenpower gelingt es ihnen viel zu selten, die so genannte gläserne Decke zu durchbrechen und in Führungspositionen zu gelangen. Viele Männer fühlen sich durch die Kompetenz von Frauen bedroht und halten sie – bewusst oder unbewusst – in niedrigeren Positionen. Auf diese Weise geht sehr viel Potential verloren.

Die Energiequelle Frauenpower wird nicht so eingesetzt, wie es – auch in ökonomischer Hinsicht – sinnvoll wäre: Frauen und Männer sollten auf allen beruflichen und gesellschaftlich-politischen Ebenen gleichermaßen vertreten sein und ihre Potentiale entfalten können. Job-Splitting sollte auch in Führungspositionen eine Selbstverständlichkeit sein. Das Modell „Mann als Familienernährer“ mit Vollzeit- und Mehrstunden-Anstellung ist längst nicht mehr zeitgemäß.

Frauenpower hat noch immer nicht denselben Wert wie Manpower. In Österreich liegen die Gehaltsunterschiede bei gleicher Qualifikation und Erfahrung zwischen Frauen und Männern immer noch in Bereichen zwischen 20 und 30%. Frauenpower ist zahlreichen Studien zufolge nach wie vor dramatisch unterbewertet. Die alte Forderung aus den 1970er Jahren „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist auch 50 Jahre später noch immer nicht erfüllt.

Unsere Visionen:

  • Männer, die fähig sind, sich den neuen gesellschaftlichen Anforderungen zu stellen, die Qualifikation von Frauen anzuerkennen und mit ihnen fair zusammen zu arbeiten – frei von biologistischen Vorurteilen.
  • Männer, denen es nicht um Konkurrenz, sondern um Kooperation geht, die Teamarbeit vor Egomanie stellen.
  • Männer, die ihren Anteil an unbezahlter Hausarbeit übernehmen, damit Frauen für die Ausübung ihres Berufs freigespielt sind.
  • Faire Bezahlung unabhängig vom Faktor Geschlecht

Schließlich geht es uns nicht darum, den ganzen Kuchen zu bekommen, die faire Hälfte wäre bereits ein Erfolg. Jetzt ist die Zeit für Veränderung, für ein faires Miteinander jenseits tradierter, verstaubter Rollenbilder!

Come join us in spreading equality!

 

 

Kooperationspartner:innen:
Energie Tirol, Alpenländische

 

 

© Fotocredits: WESTFotostudio